Studiengang: Physik
Universität des Saarlandes – Université Henri Poincaré - Nancy I – Universität Luxemburg
Abschlüsse: Hauptdiplom im Fach Physik/DEA Physique et Matériaux
Thema der Abschlussarbeit: Der chemische Glasübergang von Polyurethan-Systemen aus Sicht der Moden Grüneisenparameter
Martine Philipp zum interkulturellen Mehrwert des "SaarLorLux-Studiengangs":
"Durch den Studiengang konnte ich mein solides Grundwissen in der deutschen und der französischen Sprache verbessern, insbesondere lernte ich das ‘Alltagsfranzösisch’ in Nancy kennen. Auf der sozialen, interkulturellen Ebene waren die letzten Jahre eine sehr bereichernde Erfahrung. Da ich vor meinem Studium in Luxemburg gelebt habe, waren mir sowohl die deutsche als auch die französische Kultur bekannt. Jedoch entwickelte ich dafür in den letzten Jahren ein tieferes Interesse und eine größere Wertschätzung wegen des täglichen Umgangs mit deutschen und französischen Studenten. Durch die Studentenvereinigung des SLLS wird dieser Kontakt mit anderen interkulturell interessierten Studierenden gefördert. Des weiteren unterstützen die Beauftragten des Studiengangs neben dem Studium das kulturelle und soziale Interesse der Studierenden."
Studiengang: Wirtschaftspädagogik
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – IECS Strasbourg-Ecole de Management Strasbourg/Université Robert Schuman
Abschlüsse: Diplom-Handelslehrer Universität/Diplôme de Formation Internationale à la Gestion, Master Grande Ecole
Thema der Abschlussarbeit: "Parlez-vous affaires? – Vermittlung einer interkulturellen (Wirtschafts-) Kompetenz als wichtige Kernaufgabe für das berufliche Schulwesen, insbesondere in deutsch-französischen Grenzgebieten"
Bertram Unger: "Das Studium in einem integrierten Studiengang der DFH war für mich eine besondere Herausforderung und Chance. Als angehender Diplom-Handelslehrer an einer beruflichen Schule mit Lehrbefähigung im Unterrichtsfach Französisch konnte ich somit nicht nur meine Sprachkenntnisse perfektionieren, sondern auch weit reichende Einblicke in die kulturellen Besonderheiten des Gastlandes Frankreich gewinnen. Der Status als "regulärer" Student an der aufnehmenden Bildungseinrichtung (IECS-Strasbourg), der mit den gleichen Rechten aber auch Pflichten, wie sie die französischen Studierenden innehaben, verbunden ist, stellte sich dabei als besonderer Vorteil heraus. Nicht nur durch die Zusammenarbeit mit den fremdländischen Kollegen in regulären Kursen war somit das vollständige Eintauchen in die andere Kultur gewährleistet, auch durch spezifische Kurse wurde die Zusammenarbeit in interkulturellen Teams und somit der interkulturelle Kompetenzerwerb geschult. Durch die gleichzeitige Verleihung einer deutschen und französischen Diplomurkunde wird mir als Absolvent der Zugang zu beiden Arbeitsmärkten erleichtert. Um die positiven Aspekte von integrierten Studiengängen auch auf die berufsschulische Ausbildung zu übertragen, habe ich mit meiner Diplomarbeit Bestrebungen zur Einrichtung einer deutsch-französischen Berufsschulklasse unterstützt. Stünde ich nochmals vor der Wahl, würde ich mich jederzeit wieder für einen integrierten Studiengang der DFH entscheiden."
Studiengang: Rechtswissenschaften
Universität zu Köln – Université Panthéon-Sorbonne - Paris I
Abschlüsse: Maîtrise en Droit/Magister Legum (LL.M)
Thema der Arbeit: "Die Stellvertretung im Handelsrecht – Eine rechtsvergleichende Studie zum französischen und deutschen Recht"
Helene Bubrowski: „Nach meiner Schulzeit an einem altsprachlichen Gymnasium wollte ich meinem Interesse für moderne Sprachen nachgehen und auf jeden Fall einen Teil meines Studiums im Ausland verbringen. Der deutsch-französische Magisterstudiengang Rechtswissenschaften der Universitäten Köln und Paris I hat es mir ermöglicht, diesen Wunsch zu verwirklichen. Über die Perfektionierung der französischen Sprache und das Studium zweier Rechtsordnungen hinaus hat das Programm mir aber noch weit mehr vermittelt – vor allem auf der interkulturellen Ebene. Meine 45 Kommilitonen und ich, Deutsche und Franzosen, haben im Laufe von vier Studienjahren gelernt, kulturelle Unterschiede kennen und schätzen zu lernen, und, wenn notwendig, zu überwinden. Wir sind in diesen Jahren zu einem Team zusammengewachsen. Wir wissen nun, was gegenseitige Hilfe und Unterstützung bedeuten: Während der Studienzeit in Köln waren die Deutschen für die Franzosen die Ansprechpartner bei Fragen zu Vorlesungen und Prüfungen, bei den alltäglichen Problemen oder auch bei persönlichen Sorgen – in Paris war es umgekehrt. Zu sehen, wie gut dieses gegenseitige Geben und Nehmen funktioniert, war für mich die schönste Erfahrung meiner Studienzeit. Ich freue mich, dass ich als Jahrgangssprecherin zwei Jahre lang einen Beitrag dazu habe leisten können. Die positiven Erlebnisse der vier Studienjahre haben mich in dem Entschluss bestärkt, im deutsch-französischen Bereich zu arbeiten."
Studiengang: Wirtschaftsingenieurwesen/Maschinenbau
Technische Universität Braunschweig – Université de Technologie de Compiègne
Abschlüsse: Diplom-Wirtschaftsingenieur/Diplôme d’Ingénieur
Thema der Abschlussarbeit: "Überprüfung der mechanischen Festigkeit von Komponenten eines Drehmomentenwandlers für ein Kraftfahrzeuggetriebe"
Ralf Benecke: "Die Teilnahme an einem Doppeldiplomstudiengang symbolisiert mehr als "nur" zwei Abschlüsse. Es bedeutet nicht nur, fachlich in zwei unterschiedlichen Ländern auf einem hohen Niveau ausgebildet zu werden – sondern vor allem im Partnerland zu lernen, zu arbeiten und zu leben. Und dabei reicht nicht die Sprache: Zwei unterschiedliche Nationalitäten können nicht mittels purer Übersetzung zusammenarbeiten. Gerade in den zahlreichen Gruppenarbeiten habe ich viele Erfahrungen in Bezug auf die Arbeitsweise anderer Nationalitäten gesammelt. Nicht nur die eigene Denke führt zum Ziel, auch die des Partners. Multinationale Zusammenarbeit funktioniert durch Sensibilität und Fingerspitzengefühl - und dies bedeutet entgegen vieler Vorurteile nicht, dass die Effizienz verloren geht. Dieser Studiengang hat mich sehr gut auf meine jetzige Tätigkeit vorbereitet und mich mit den interkulturellen Werkzeugen ausgestattet: Ein Großteil meiner Arbeit besteht darin, zwischen Franzosen und Deutschen zu vermitteln, Schnittstelle zu sein. Dabei fällt immer wieder auf: Viele meiner alltäglichen Situationen habe ich bereits mehrfach erlebt – nämlich in den Teamarbeiten meines Studiums."
Photos: Mariusz Marcin