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Von fliegenden Schwämmen und Handtüchern
Wenn jemand den Mut verliert und (vorschnell) aufgibt, wird in Deutschland und Frankreich mit unterschiedlichen Gegenständen geworfen. Dabei sprechen wir jetzt nicht von Gläsern und Tellern, die wenigstens ordentlich scheppern und immerhin kurzweilig für Frustabbau sorgen, sondern von weitaus weniger Schaden anrichtenden Haushaltsutensilien. Rechtsseits des Rheins wirft man nämlich – wenn auch nur bildlich gesprochen – das Handtuch, linksseits den Schwamm.
Die französische Entsprechung für die deutsche Redewendung „Das Handtuch werfen“ lautet also: „Jeter l’éponge“ was so viel bedeutet wie aufgeben, den Mut verlieren
Beide Ausdrücke kommen aus dem Boxsport. Denn sowohl in Deutschland als auch in Frankreich geht es dort oftmals heiß her, so dass den beiden Kontrahenten nicht selten Schweiß und Blut über das Gesicht laufen. Ob nun ein Schwamm oder ein Handtuch funktionaler ist, um die armen Kerle zwischen den Runden wieder aufzupeppen, sei dahingestellt. Jedenfalls kann der Trainer, falls es für seinen Schützling zu gefährlich wird, noch während des Kampfes ein Handtuch oder eben einen Schwamm in den Ring werfen, um den Kampf vorzeitig abzubrechen.



