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Ich hab heute Morgen voll die Holzschnute...

 

Man stelle sich vor, man wacht nach einer durchzechten Nacht morgens mit einem brummenden Schädel auf. Alles dreht sich, man weiß nicht recht wie man es eigentlich noch ins Bett geschafft hat, Kopf und Glieder schmerzen ... und dann hat man auch noch auf einmal einen kleinen, wuscheligen Vierbeiner bzw. einen Kater. Wo kommt der denn her? Der war doch am Abend vorher noch nicht da!
Hier die Erklärung für ihr neues Haustier: Hat man am Abend zu tief in den Becher geschaut, leidet man morgens an diversen Beschwerden, die im Halsbereich denen einer Schleimhaut- oder Atemwegsentzündung ähneln. Diese wird in Fachkreisen auch als „Katarrh“ bezeichnet. Sagte man unter Studenten im 19. Jahrhundert nach volltrunkener Nacht noch „Ich habe einen Katarrh“, wurde daraus im Laufe der Zeit der heute sehr geläufige „Kater“, der nicht das Geringste mit einem Tier zu tun hat.
Das unangenehme Gefühl im Rachen bzw. die Mundtrockenheit, die einen in verkatertem Zustand plagen, sind interessanterweise auch verantwortlich für die in Frankreich sehr verbreitete Redewendung „eine Holzschnute haben“.

„avoir la gueule de bois“
bedeutet so viel wie „die Nachwirkungen von zu viel Alkoholkonsum verspüren“ bzw.  einen Kater haben

Zur Vermeidung diverser gesundheitlicher Probleme, ob im Hals- oder im Kopfbereich, bleibt uns also vor allem in Anbetracht der kommenden Feiertage nur zu sagen: weniger ist manchmal mehr!

 

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