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Das bricht einer Ente nicht drei Beine!
Es ist in der Tat kein leichtes Unterfangen einer Ente, die nun mal von Natur aus nur zwei Beine hat, drei Beine zu brechen. Da müsste man nicht nur ziemlich grausam sein, sondern man müsste auch Wunder vollbringen können. Wenn also etwas bei weitem nicht so außergewöhnlich ist, dass es Unmögliches zustande bringen könnte, sagt man in Frankreich:
„Ça ne casse pas trois pattes à un canard“
was bedeutet, dass etwas nichts Besonderes ist.
In Deutschland benutzt man dafür oft den Ausdruck „Das lockt den Hund nicht (mehr) hinter dem Ofen hervor!“ Die Redewendung wird bereits seit dem 17. Jahrhundert verwendet, vor allem um zu sagen, dass eine Sache nicht mehr von Interesse ist bzw. keinen Anreiz mehr bietet. Laut Duden trug vielleicht auch die Ballade Der Kaiser und der Abt von Gottfried August Bürger (1747 – 1797) zu ihrer Verbreitung bei. Dort charakterisiert sich der pfiffige Schäfer Hans Bendix selbst mit den Worten: „Versteh ich gleich nichts von lateinischen Brocken, so weiß ich den Hund doch vom Ofen zu locken“. Er ist zwar nicht besonders gebildet, kann aber mit seinem 'einfachen' Bauernwissen dennoch seinem Herrn, dem Abt von St. Gallen helfen, drei schwierige Rätsel zu lösen, die diesem vom Kaiser aufgegeben worden sind.
Ob er es wohl auch schaffen würde, einen Hund dazu zu bringen, einer Ente hinter dem Ofen drei Beine zu brechen?



