18.09.2017

Die Deutsch-Französische Hochschule: ein Erfolgsmodell feiert Geburtstag

Zwanzig Jahre nach Feier der Geburtsstunde der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) in Weimar haben bereits rund 17 000 junge Menschen einen doppelten deutsch-französischen Studienabschluss erlangt.

 

„Wir sind sehr stolz darauf, nun bereits schon seit zwanzig Jahren die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich im Hochschul- und Forschungsbereich zu fördern und dabei stetig neue, zukunftsweisende Kooperationsmodelle zu entwickeln“, freut sich Patricia Oster-Stierle, Präsidentin der DFH. Der Grundstein für die Deutsch-Französische Hochschule wurde am 19. September 1997 in Weimar gelegt, wo beide Länder gemeinsam das „Weimarer Abkommen“ unterschrieben. „Seither profitierten nicht nur bereits rund 17 000 junge Menschen von dem einmaligen Angebot an inzwischen über 180 integrierten binationalen Studiengängen“, führt Oster-Stierle fort, „die DFH hat sich über die Jahre hinweg auch zu einem Ideenlabor im Dienste der Internationalisierung des europäischen Hochschulbereichs entwickelt.“


Von ihrem Verwaltungssitz in Saarbrücken aus koordiniert die binationale Einrichtung seit ihrer Tätigkeitsaufnahme 1999 die Initiierung, Evaluierung und Förderung von deutsch-französischen Studienprogrammen. Ihr breit gefächertes Angebot an deutsch-französischen Studiengängen in den unterschiedlichsten Fachrichtungen konnte von zunächst 90 auf derzeit über 180 verdoppelt werden. Ähnlich verlief auch die Entwicklung des Ausbaus ihres Hochschulnetzwerkes, zu dem die DFH heute über 180 Hochschuleinrichtungen in Deutschland, Frankreich und einigen Drittländern zählt. Lag die Anzahl ihrer Studierenden im Studienjahr 2000/2001 noch bei knapp 3 000, so profitieren inzwischen jährlich rund 6 500 Studierende von der Möglichkeit, ihre Hochschulausbildung je zur Hälfte in beiden Ländern durchzuführen und am Ende ihres Studiums einen doppelten Studienabschluss zu erhalten.


Auch im Bereich der Forschungsförderung konnte die DFH die Anzahl der von ihr geförderten Programme ausbauen, so dass dank ihrer Unterstützung inzwischen jedes Jahr rund 300 junge Nachwuchswissenschaftler im Rahmen von binationalen Cotutelle de thèse-Verfahren und Deutsch-Französischen Doktorandenkollegs Forschungsaufenthalte im Partnerland durchführen können.

 

Die finanziellen Mittel werden der DFH paritätisch von der deutschen und der französischen Regierung zur Verfügung gestellt, die Mitte diesen Jahres gemeinsam die für die weitere Entwicklung der DFH unabdingbare Verstetigung ihrer Budgeterhöhung um zwei Millionen Euro beschlossen. Auch im Rahmen des regelmäßig stattfindenden deutsch-französischen Ministerrats fand die DFH in diesem Jahr bereits zum wiederholten Male anerkennende Erwähnung. Vertreter beider Regierungen werden anlässlich ihres 20. Gründungsjubiläums zu einem Kongress im Saarbrücker Schloss erwartet, den die DFH am 14. und 15. Dezember zum Thema „Deutsch-französische Hochschulkooperation: Ein europäisches Modell der Internationalisierung“ organisiert.