{"id":3228,"date":"2001-05-10T10:46:27","date_gmt":"2001-05-10T08:46:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/blog\/jahresbericht-2000-dfh-zieht-bilanz-ihres-ersten-lebensjahres\/"},"modified":"2019-01-17T18:14:11","modified_gmt":"2019-01-17T17:14:11","slug":"jahresbericht-2000-dfh-zieht-bilanz-ihres-ersten-lebensjahres","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/jahresbericht-2000-dfh-zieht-bilanz-ihres-ersten-lebensjahres","title":{"rendered":"Jahresbericht 2000 &#8211; DFH zieht Bilanz ihres ersten \u201eLebensjahres\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Saarbr\u00fccken, 10. Mai 2001<\/p>\n<p>\u201eEs war eine Aufbauphase f\u00fcr die Deutsch-Franz\u00f6sische Hochschule, ein intensives Jahr der Orientierung und des institutionellen Aufbaus\u201c. Mit diesen Worten fasste der Pr\u00e4sident der Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschule, Jean David, die einj\u00e4hrige Arbeit der binationalen Hochschule zusammen. Gemeinsam mit Vizepr\u00e4sidentin Helene Harth stellte der Gr\u00fcndungspr\u00e4sident der DFH am Donnerstag, 10. Mai 2001, den Jahresbericht 2000 den Medien vor.<\/p>\n<table class=\"NOBORDER\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\"><\/td>\n<td align=\"center\">\n<p align=\"center\">\n<\/td>\n<td align=\"center\">\n<p align=\"center\">\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"textpresse\" align=\"center\">Pressekonferenz in Saarbr\u00fccken, 10. Mai 2001<\/div>\n<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Pr\u00e4sident David: \u201eEin Jahr im Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Kontinuit\u00e4t und Innovation\u201c<\/p>\n<p>Als die eigentliche Arbeit des Generalsekretariats im Januar 2000 begann, gab es nur die fast leeren R\u00e4umlichkeiten in der Villa Am Staden 17 in Saarbr\u00fccken. Von Beginn an stand das Generalsekretariat der DFH vor zwei gro\u00dfen Herausforderungen. Es galt zum einen, die Kontinuit\u00e4t bestehender binationaler Hochschulkooperationen zu gew\u00e4hrleisten. Andererseits sollte auf der Basis der durch das Weimarer Abkommen zus\u00e4tzlich gegebenen Aufgaben und der v\u00f6llig neuen juristischen Grundlage innovative Profilbildung erkennbar werden.<\/p>\n<p>Neben dem Aufbau eines Mitarbeiterteams mussten zun\u00e4chst rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Deutsch-Franz\u00f6sische Hochschule wird als \u201eVerbund deutscher und franz\u00f6sischer Hochschulen mit Rechtspers\u00f6nlichkeit\u201c definiert und unterliegt weder deutschem noch franz\u00f6sischem Recht. Sie ist eine v\u00f6lkerrechtliche Einrichtung. Deshalb ist sie angehalten, in verwaltungstechnischer und finanzieller Hinsicht ihre Partner in Deutschland und Frankreich gleich zu behandeln.<\/p>\n<p>Die Sicherung des Bestandes an deutsch-franz\u00f6sischen Kooperationen und der gleichzeitige Neuanfang wurden im Jahresdurchschnitt mit 6,8 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bew\u00e4ltigt. Insgesamt fielen nur 9,05 % Verwaltungskosten an. Die Zuwendungen f\u00fcr integrierte Studieng\u00e4nge stellten mit 3.689.670 \u20ac den umfangreichsten Titel dar (Gesamthaushalt 2000: 5.818.000 \u20ac). Vizepr\u00e4sidentin Helene Harth wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Verwaltungskosten der binationalen Hochschule sowohl im nationalen als auch internationalen Vergleich bemerkenswert niedrig seien.<\/p>\n<table class=\"NOBORDER\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\"><\/td>\n<td align=\"center\"><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\u201eEs war eine Aufbauphase f\u00fcr die DFH, ein intensives Jahr der Orientierung und des institutionellen Aufbaus\u201c<\/p>\n<p>Programme unter dem Dach der DFH<\/p>\n<p>Die Programme des Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschulkollegs (DFHK) wurden zum gr\u00f6\u00dften Teil \u00fcbernommen. Von \u00fcber 40 Neuantr\u00e4gen konnten 15 positiv evaluiert werden. Ber\u00fccksichtigt wurden jene Programme, die bestimmte, von der DFH festgelegte, Kriterien erf\u00fcllen. Das binationale Studium muss zu einem doppelten Abschluss f\u00fchren. Die Studienleistungen sowie die Studiendauer m\u00fcssen gleichwertig auf beide Hochschulen verteilt werden. Der Studienaufenthalt an der Partnerhochschule soll in der Regel mindestens drei Semester betragen. Daneben erwartet die Deutsch-Franz\u00f6sische Hochschule von ihren Partnern eine gemeinsame, an den jeweiligen Studienstandorten g\u00fcltige, Studien- und Pr\u00fcfungsordnung.<\/p>\n<p>Unter das Dach der DFH kamen auch jene Programme, die aus historischen Gr\u00fcnden nicht mit dem DFHK kooperierten. Hierzu geh\u00f6ren die f\u00fcnf Studieng\u00e4nge des Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschulinstituts (DFHI) sowie die Programme der Hochschule Bremen und der Fachhochschule Dortmund. Derzeit unterhalten die 98 Mitglieds- und Partnerhochschulen der DFH rund 100 Studieng\u00e4nge. Daran nehmen rund 3.000 Studierende teil, wovon sich ca. 1.300 in der Auslandsphase befinden und eine Mobilit\u00e4tsbeihilfe von maximal 307 \u20ac pro Monat von der DFH beziehen.<\/p>\n<p>Die Graduiertenf\u00f6rderung befindet sich noch in den Anf\u00e4ngen. Sie erweist sich \u2013 was die institutionelle Zusammenarbeit anbelangt &#8211; als weitaus schwieriger als erwartet. Die in beiden L\u00e4ndern gewachsenen Strukturen sind sehr unterschiedlich. Um zu einer Integration von Graduiertenkollegs und Ecoles doctorales zu kommen, bedarf es noch einiger Abstimmungen.<\/p>\n<p>Die DFH f\u00f6rdert mit Mitteln der Robert Bosch Stiftung deutsch-franz\u00f6sische Promotionsverfahren (co-tutelle de th\u00e8se). Insgesamt 13 Doktoranden unterschiedlichster Fachdisziplinen kamen im letzten Jahr in den Genuss eines Promotionsstipendiums. Die Stipendiaten erhalten f\u00fcr einen Zeitraum von maximal 10 Monaten neben Reise- und Sachkosten eine monatliche F\u00f6rderung von bis zu 1.600 DM.<\/p>\n<p>F\u00fcr das akademischen Jahr 2001-02 werden auf Initiative der Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschule erstmals sogenannte Aufbaustudieng\u00e4nge zwischen deutschen und franz\u00f6sischen Partnern konzipiert.<\/p>\n<table class=\"NOBORDER\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Generalsekret\u00e4rin Christine Klos mit DFH-Student Ralf Kuhn<\/p>\n<p>Die Organe der DFH<\/p>\n<p>Parallel zum Aufbau des Generalsekretariats und zur Betreuung und Verwaltung vorhandener und neuer binationaler Studieng\u00e4nge formierten sich im Laufe des Jahres 2000 die Organe der Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschule. Der Hochschulrat als Strategiegremium der DFH, der die Leitlinien der Arbeit bestimmt, bestand zun\u00e4chst aus 14 Mitgliedern. Erst seit Januar 2001 ist der Hochschulrat mit 21 Pers\u00f6nlichkeiten aus Deutschland und Frankreich fast komplett. Die DFH unterscheidet zwischen Mitgliedshochschulen und Partnerhochschulen. Mit der Aufnahme als Mitglied in die DFH erhalten die Hochschulen Stimmrecht in der Versammlung der Mitgliedshochschulen, ein weiteres Organ der Hochschule. Die derzeit 52 Mitglieder senden je einen Vertreter in die Versammlung. Diese w\u00e4hlt den Pr\u00e4sidenten und den Vizepr\u00e4sidenten. Im \u00fcbrigen hat sie beratenden Charakter. Partnerhochschulen sind all jene, die binationale Hochschulaktivit\u00e4ten unter dem Dach der DFH anbieten, aber noch nicht alle Kriterien zur Aufnahme als Mitglied erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Am 19. Juni 2001 w\u00e4hlt die Mitgliederversammlung voraussichtlich ein neues Pr\u00e4sidium. Gr\u00fcndungspr\u00e4sident Jean David steht dann nicht mehr zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<table class=\"NOBORDER\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>DFH-Vizepr\u00e4sidentin Helene Harth<\/p>\n<p>Arbeitsgruppen\/Aufgaben 2001<\/p>\n<p>Die binationale Hochschule hatte seit dem Sommer 2001 Arbeitsgruppen einberufen, in denen Pers\u00f6nlichkeiten aus den Hochschulen des Netzwerkes aber auch \u201eexterne\u201c Experten mitwirken. Die Hochschule bem\u00fche sich, auf diese Weise deutlich zu machen, so die Vizepr\u00e4sidentin, dass sie, wie es im Weimarer Abkommen hei\u00dft, \u201eein Verbund deutscher und franz\u00f6sischer Hochschulen\u201c sei. In kleinen Gruppen werden Verbesserungen oder Neuerungen vorgeschlagen, die anschlie\u00dfend im gr\u00f6\u00dferen Rahmen zwischen allen Programmbeauftragten diskutiert und pr\u00e4zisiert werden. Im Fr\u00fchjahr 2001 fand in der Europ\u00e4ischen Akademie in Otzenhausen das erste Jahrestreffen der Programmbeauftragten statt.<\/p>\n<p>Die \u00dcberlegungen der einzelnen Arbeitsgruppen betrafen, u.a., Verbesserung der bestehenden Studienangebote, Definition von Qualit\u00e4tsstandards, Weiterentwicklung der Doppeldiplome zum DFH-Diplom als eigenen akademischen Grad, Einrichtung eines Forschungsbereiches und Weiterentwicklung der telekommunikativen Vernetzung der Mitglieder zur F\u00f6rderung des administrativen Austausches einerseits und des modularisierten Fernunterrichts andererseits.<\/p>\n<table class=\"NOBORDER\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>DFH-Gr\u00fcndungspr\u00e4sident Jean David<\/p>\n<p>Deutsch-Franz\u00f6sische Forum<\/p>\n<p>Das Deutsch-Franz\u00f6sische Forum, eine Initiative der DFH, findet dieses Jahr in Strasbourg statt. Die deutsch-franz\u00f6sische Studien- und Jobmesse richtet sich an alle, die in deutsch-franz\u00f6sischen Kontext studieren und arbeiten m\u00f6chten. Die Messe hatte bereits mit gro\u00dfem Erfolg in Metz (1999) und in Saarbr\u00fccken (2000) stattgefunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Saarbr\u00fccken, 10. Mai 2001 \u201eEs war eine Aufbauphase f\u00fcr die Deutsch-Franz\u00f6sische Hochschule, ein intensives Jahr der Orientierung und des institutionellen Aufbaus\u201c. Mit diesen Worten fasste der Pr\u00e4sident der Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschule, Jean David, die einj\u00e4hrige Arbeit der binationalen Hochschule zusammen. Gemeinsam mit Vizepr\u00e4sidentin Helene Harth stellte der Gr\u00fcndungspr\u00e4sident der DFH am Donnerstag, 10. 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