{"id":3258,"date":"2002-06-19T16:47:43","date_gmt":"2002-06-19T14:47:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/blog\/neues-aus-der-dfh-ausbau-der-integrierten-studiengaenge-graduiertenfoerderung-forschungsfoerderung\/"},"modified":"2019-01-17T17:43:39","modified_gmt":"2019-01-17T16:43:39","slug":"neues-aus-der-dfh-ausbau-der-integrierten-studiengaenge-graduiertenfoerderung-forschungsfoerderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/neues-aus-der-dfh-ausbau-der-integrierten-studiengaenge-graduiertenfoerderung-forschungsfoerderung","title":{"rendered":"Neues aus der DFH: Ausbau der integrierten Studieng\u00e4nge &#8211; Graduiertenf\u00f6rderung &#8211; Forschungsf\u00f6rderung"},"content":{"rendered":"<p>Saarbr\u00fccken, 19. Juni 2002<\/p>\n<p>&#8220;Die Deutsch-Franz\u00f6sische Hochschule \u00fcbernimmt in zunehmendem Ma\u00dfe die Aufgaben einer ganz normalen Hochschule. Seit dem vergangenen Jahr hat sich die Hochschule dynamisch weiterentwickelt: nicht nur im Bereich der binationalen integrierten Studieng\u00e4nge, sondern auch im Graduierten- und Forschungsbereich, der einen immer gr\u00f6\u00dferen Stellenwert einnimmt.&#8221; Mit diesen Worten fasste Helene Harth &#8211; Pr\u00e4sidentin der Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschule (DFH) &#8211; Aufgaben und Ziele der binationalen Hochschule anl\u00e4sslich eines Pressegespr\u00e4ches am Mittwoch, 19. Juni 2002, im Verwaltungssitz der DFH in Saarbr\u00fccken zusammen.<\/p>\n<p><b>R\u00fcckblick auf das Jahr 2001<\/b><\/p>\n<p>Der Gesamthaushalt f\u00fcr das vergangene Jahr betrug rund 8 Millionen \u00a4, davon flossen 90 % in die Finanzierung von binationalen Studienprogrammen sowie in die Graduierten- und Forschungsf\u00f6rderung. &#8220;Die wachsenden Aufgaben der Hochschule wurden auch im Jahr 2001 mit einem bescheidenen Personalbestand bew\u00e4ltigt. Die Kosten der Verwaltung liegen mit nur 10% des Gesamthaushaltes weit unter dem Durchschnitt vergleichbarer Einrichtungen&#8221;, betonte Helene Harth.<\/p>\n<p>Die Vertreter der Mitgliedshochschulen w\u00e4hlten am 19. Juni 2001 erstmals das Pr\u00e4sidium der DFH. Die bisherige Gr\u00fcndungsvizepr\u00e4sidentin, Prof. Dr. Helene Harth, \u00fcbernahm das Amt der Pr\u00e4sidentin als Nachfolgerin von Gr\u00fcndungspr\u00e4sident Jean David. Der Jurist Prof. Dr. Christian Autexier wurde neuer Vizepr\u00e4sident.<\/p>\n<p><b>Integrierte Studieng\u00e4nge<\/b><\/p>\n<p>Die Anzahl der Doppeldiplom-Studieng\u00e4nge unter dem Dach der DFH hat sich von 69 im Jahr 1999 auf 104 in 2001 erh\u00f6ht und damit fast verdoppelt. Insgesamt belegen 3.139 Studierende einen integrierten DFH-Studiengang. Die Anzahl der als Partner und Mitglieder der DFH an der Konzeption, der Gestaltung und der Betreuung der Studieng\u00e4nge Beteiligten ist inzwischen auf \u00fcber 130 angewachsen. Seit dem akademischen Studienjahr 2001-02 f\u00f6rdert die DFH auch binationale Aufbaustudieng\u00e4nge (Masterstudieng\u00e4nge), die sich auf den zweiten Studienabschnitt beziehen und somit ein weiterf\u00fchrendes Angebot nach einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss darstellen.<br \/>\nIn diesem Zusammenhang unterstrich die Pr\u00e4sidentin, dass die DFH im Sinne einer einheitlichen europ\u00e4ischen Regelung auch das 3\/5\/8-Schema* bef\u00fcrworte.<br \/>\nDie Ausdehnung der DFH-Studieng\u00e4nge auf Drittl\u00e4nder &#8211; also sogenannte trinationale Studieng\u00e4nge &#8211; gibt es bereits. So existiert beispielsweise ein Programm in Physik zwischen der Universit\u00e4t des Saarlandes, der Universit\u00e4t Nancy und dem Centre Universitaire in Luxemburg. Derzeit gibt es aber f\u00fcr den luxemburgischen Partner keine finanzielle Unterst\u00fctzung durch die DFH. Die in Luxemburg eingeschriebenen Studierenden erhalten f\u00fcr ihre Studienphase in Luxemburg auch keine Mobilt\u00e4tsbeihilfe. Die an einer deutschen oder einer franz\u00f6sischen Partnerhochschule der DFH eingeschriebenen Studierenden erhalten Mobilit\u00e4tsbeihilfe in H\u00f6he von derzeit 307\u00a4 pro Monat f\u00fcr die jeweilige Auslandshase ihres binationalen Studiums, aber nur f\u00fcr Deutschland bzw. Frankreich.<\/p>\n<p><b>*3 (licence\/Bachelor) 5 (DEA, Staatsexamen, Master) 8 (Promotion)<\/b><\/p>\n<p><b>Neue Aufgaben<\/b><\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung binationaler Studieng\u00e4nge ist nur eine der Aufgaben, die das Weimarer Abkommen der Hochschule aufgetragen hat. Im zweiten Jahr ihres Bestehens konnten zunehmend weitere Aufgaben einer Hochschule erf\u00fcllt werden, vor allem im Bereich der Graduiertenf\u00f6rderung.<br \/>\nDas Pilotprojekt der DFH mit Mitteln der Robert Bosch Stiftung f\u00fcr gemeinsame deutsch-franz\u00f6sische Promotionsverfahren deutscher Doktoranden wird nach einer dreij\u00e4hrigen erfolgreichen Erprobungsphase nun als Teil des internationalen F\u00f6rderprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) bei diesem institutionalisiert und auf alle L\u00e4nder ausgedehnt.<br \/>\nZum akademischen Jahr 2001\/2002 traten erstmals auch drei deutsch-franz\u00f6sische Graduiertenkollegs unter das Dach der DFH. Diese Projekte beinhalten den regelm\u00e4\u00dfigen Austausch von Dozenten und Doktoranden im Rahmen der gemeinsamen Forschungsaktivit\u00e4ten. Die Forschungsarbeiten der Doktoranden werden von zwei Dozenten, einem deutschen und einem franz\u00f6sischen, betreut. W\u00e4hrend der Vorbereitung ihrer Dissertation m\u00fcssen die Studierenden in der Regel mindestens sechs Monate im Partnerland verbringen, um ihre Forschungsarbeiten durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Nach zahlreichen Anfragen setzt sich die DFH nun auch f\u00fcr die F\u00f6rderung der Post-Doktoranden ein. Dabei spielen zwei Projekte, die die DFH gemeinsam mit der franz\u00f6sischen Botschaft durchf\u00fchrt, eine zentrale Rolle: die europ\u00e4ische deutsch-franz\u00f6sische Sommeruniversit\u00e4t und deutsch-franz\u00f6sische ateliers.<br \/>\nDie DFH organisiert erstmals, gemeinsam mit der franz\u00f6sischen Botschaft und der Freien Universit\u00e4t Berlin (FU), eine Sommeruniversit\u00e4t. Sie findet vom 1. bis 13. Juli 2002 an der FU in Berlin statt und richtet sich an deutsche und franz\u00f6sische Doktoranden und Post-Doktoranden. Ziel der Sommeruniversit\u00e4t ist es, die Begegnung von Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern zu f\u00f6rdern, die in Deutschland und Frankreich \u00fcber dieselben Themen, insbesondere auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften, der Kunst sowie der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften arbeiten, eine interdisziplin\u00e4re und interkulturelle Dimension der Themen und der Methodologien zu entwickeln sowie einen regelm\u00e4\u00dfigen Austausch zwischen beiden L\u00e4ndern \u00fcber aktuelle gemeinsame Fragen im europ\u00e4ischen Kontext zu unterst\u00fctzen. Die Sommeruni umfasst Sprach- und Kulturwissenschaftskurse, Vortr\u00e4ge und Workshops zu interdisziplin\u00e4ren Themen sowie Podiumsgespr\u00e4che \u00fcber allgemeine Themen der Geistes- und Sozialwissenschaften. Treffen mit verschiedenen Akteuren der Forschung sowie ein Kulturprogramm mit dem Schwerpunkt &#8220;deutsch-franz\u00f6sische Orte in Berlin-Brandenburg&#8221; werden ebenfalls angeboten.<br \/>\nDie deutsch-franz\u00f6sischen Ateliers sollen die deutsch-franz\u00f6sische Vernetzung zwischen jungen Forschern unkompliziert f\u00f6rdern, durch Kennenlernen und gegenseitigen Austausch sowie gemeinsame Forschung \u00fcber verwandte Arbeitstechniken. In diesen Ateliers sollen vier Tage lang maximal 20 Nachwuchswissenschaftler zusammentreffen, um an einem von ihnen gew\u00e4hlten innovativen interdisziplin\u00e4ren Thema zu arbeiten. Die Organisation und die Durchf\u00fchrung der Veranstaltung obliegt den Verantwortlichen der Ateliers.<\/p>\n<p><b>Kontakte zur Wirtschaft<\/b><\/p>\n<p>Der Hochschulleitung ist es ein wichtiges Anliegen, die binationalen Studieng\u00e4nge unter dem Dach der DFH in Wirtschaftskreisen noch besser bekannt zu machen. Die Absolventinnen und Absolventen binationaler Studieng\u00e4nge seien, so Harth, besonders geeignet f\u00fcr den sich zunehmend globalisierenden Arbeitsmarkt. Intensive Kontakte zur Wirtschaft gebe es bereits, vor allem \u00fcber das einmal j\u00e4hrlich stattfindende Deutsch-Franz\u00f6sische Forum, eine Messe, die Absolventen deutsch-franz\u00f6sischer Doppeldiplomstudieng\u00e4nge, Hochschulen und Unternehmen zusammenbringt. Im letzten Jahr hat die DFH eine Job- und Praktikumsb\u00f6rse online f\u00fcr ihre Studierenden und Absolventen einerseits und Unternehmen und Institutionen andererseits eingerichtet. Gemeinsam mit der Franz\u00f6sischen Industrie- und Handelskammer in Deutschland (CCFA) plant die DFH, Unternehmenspatenschaften f\u00fcr binationale Studieng\u00e4nge der DFH zu vermitteln. Diese sollten jeweils mit der regionalen Wirtschaft vor Ort geschlossen werden. Ende Juni 2002 treffen sich die Vertreter der Wirtschaft mit der DFH-Leitung. Ziel dieses von der CCFA organisierten Treffens ist es, die weitere Zusammenarbeit zwischen der DFH, ihren Partnerhochschulen und den Unternehmen festzulegen.<\/p>\n<p><b>Organe und Mitarbeiter<\/b><br \/>\nOrgane der DFH sind Pr\u00e4sident und Vizepr\u00e4sident, der Hochschulrat, der die politischen Leitlinien bestimmt, und die Versammlung der Mitgliedshochschulen.<br \/>\nAm 13. Juni 2002 fand an der Universit\u00e9 de Savoie in Chamb\u00e9ry\/Frankreich die diesj\u00e4hrige Versammlung der Mitgliedshochschulen der DFH statt. Zum ersten Mal wurde eine DFH-Veranstaltung dieser Gr\u00f6\u00dfenordung an einer der Mitgliedshochschulen durchgef\u00fchrt. Helene Harth hatte bei ihrem Amtsantritt im September 2001 angek\u00fcndigt, dass die DFH st\u00e4rker an den Mitgliedshochschulen pr\u00e4sent sein wolle. &#8220;Die Veranstaltung in Chamb\u00e9ry war ein voller Erfolg. Es hat uns gezeigt, dass wir mir der &#8220;Dezentralisierung&#8221; solcher Veranstaltungen den richtigen Weg eingeschlagen haben &#8211; insbesondere hinsichtlich einer st\u00e4rkeren Identifizierung unserer Mitgliedshochschulen mit der DFH&#8221;, so Harth. Wichtigstes Ergebnis der Versammlung der Mitgliedshochschulen war die Verabschiedung einer Gesch\u00e4ftsordnung f\u00fcr dieses Organ und die Wahl eines Koordinationskomitees.<\/p>\n<p>Fr\u00e9d\u00e9rique Genton wurde am 15. Juni 2002 zur stellvertretenden Generalsekret\u00e4rin ernannt. Sie betreut die Graduierten- und Forschungsf\u00f6rderung, die Telekommunikative Vernetzung, die Interkulturelle Aktivierung und koordiniert den Programmbereich.<br \/>\nFr\u00e9d\u00e9rique Genton stammt urspr\u00fcnglich aus Nancy und hat an den Universit\u00e4ten Reims und Bielefeld Jura studiert, bevor sie im Minist\u00e8re de la Culture et de la Francophonie in Paris, und anschlie\u00dfend im Max Planck Institut in M\u00fcnchen (im Bereich Patent, Urheber- und Wettbewerbsrecht) und in der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer in Wien t\u00e4tig war. Vor ihrem Wechsel zur DFH im M\u00e4rz 2002 arbeitete die 37j\u00e4hrige als selbst\u00e4ndige Juristin bei der europ\u00e4ischen Kommission in Br\u00fcssel und am europ\u00e4ischen Gerichtshof in Luxemburg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Saarbr\u00fccken, 19. Juni 2002 &#8220;Die Deutsch-Franz\u00f6sische Hochschule \u00fcbernimmt in zunehmendem Ma\u00dfe die Aufgaben einer ganz normalen Hochschule. 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