{"id":3294,"date":"2004-05-06T16:47:44","date_gmt":"2004-05-06T14:47:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/blog\/jahresbericht-2003-konsolidierung-und-aufbruch\/"},"modified":"2019-01-11T10:21:10","modified_gmt":"2019-01-11T09:21:10","slug":"jahresbericht-2003-konsolidierung-und-aufbruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/jahresbericht-2003-konsolidierung-und-aufbruch","title":{"rendered":"Jahresbericht 2003: Konsolidierung und Aufbruch"},"content":{"rendered":"<p>Mehr Studierende, Drittland\u00f6ffnung, F\u00f6rderung von Nachwuchswissenschaftlern &#8211; Deutsch-Franz\u00f6sische Hochschule als Akkreditierungsagentur?<\/p>\n<p>Paris\/Saarbr\u00fccken, 6. Mai 2004<\/p>\n<p><b>&#8220;Mit 4800 eingeschrieben Studierenden in \u00fcber 100 binationalen Studieng\u00e4ngen haben wir im Studienjahr 2003\/2004 einen neuen Rekord erreicht. Daneben ist es uns trotz schwieriger Haushaltslage gelungen, die F\u00f6rderung von Nachwuchswissenschaftlern durch hochqualifizierte Programme voranzutreiben.&#8221; Mit diesen Worten fasste Albert Hamm, Pr\u00e4sident der Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschule (DFH), die Arbeit der binationalen Institution f\u00fcr das Jahr 2003 zusammen. Gemeinsam mit dem deutschen Vizepr\u00e4sidenten Dieter Leonhard pr\u00e4sentierte er am Donnerstag, 6. Mai 2004, den \u201eJahresbericht 2003\u201c der Hochschule im Rahmen einer Pressekonferenz an der ESCP-EAP \u2013 School of Management in Paris.\u00a0&#8220;In der Gestaltung und Durchf\u00fchrung integrierter Studieng\u00e4nge haben wir unsere Kompetenz l\u00e4ngst bewiesen, nun m\u00fcssen wir langfristig auch die Qualit\u00e4t unserer Programme sichern.&#8221; Die Umstellung auf Bachelor und Masterstudieng\u00e4nge in beiden L\u00e4ndern ergebe gerade f\u00fcr die binationalen Studieng\u00e4nge das Problem der Akkreditierung. Da die Hochschule als Katalysator f\u00fcr die Ann\u00e4herung der beiden nationalen Systeme wirke, stelle sich die Frage, ob nicht die DFH als Akkreditierungsagentur f\u00fcr deutsch-franz\u00f6sische Studieng\u00e4nge diese wichtige Aufgabe \u00fcbernehmen sollte, so Hamm.<\/b><\/p>\n<p>Kernaufgabe der DFH ist nach wie vor die F\u00f6rderung integrierter deutsch-franz\u00f6sischer Studieng\u00e4nge. Dabei achtet die DFH auf die Einhaltung ihrer Qualit\u00e4tskriterien. Die Hochschule f\u00f6rdert nur solche Studieng\u00e4nge, die auf der Basis eines gemeinsamen Studienplans und dadurch in der Regel ohne Verl\u00e4ngerung der Regelstudienzeit zu einem deutschen und franz\u00f6sischen Abschlussdiplom f\u00fchren: ein Studium, zwei Hochschulen, zwei L\u00e4nder, zwei Abschl\u00fcsse. Neben der fachlichen Ausbildung sollen die Studierenden auch interkulturelle Kompetenz erwerben. Die Vermittlung von Schl\u00fcsselqualifikationen und der Grad der Integration der Curricula werde, so der Pr\u00e4sident, noch st\u00e4rker als bisher in die Beurteilung der Studieng\u00e4nge einflie\u00dfen. Die binationalen Studieng\u00e4nge der DFH unterliegen einer regelm\u00e4\u00dfigen Qualit\u00e4tskontrolle. Durch die Optimierung ihrer Verfahren zur Qualit\u00e4tssicherung erhofft sich die Hochschule, mittelfristig als zentrale Akkreditierungsagentur f\u00fcr die akademischen deutsch-franz\u00f6sischen Ausbildungsg\u00e4nge aller Fachbereiche fungieren zu k\u00f6nnen.\u00a0 \u00dcber diese M\u00f6glichkeit werde die DFH im Laufe dieses Jahres mit den verantwortlichen Regierungsstellen verhandeln.<\/p>\n<p>Die Drittland\u00f6ffnung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: so werden im Jahr 2004\/2005 10 Hochschulen aus Italien, Spanien, Polen, der Schweiz und Russland einem deutsch-franz\u00f6sischen Studiengang-Netzwerk beitreten. &#8220;Ein trinationaler Studiengang erm\u00f6glicht den Studierenden, den europ\u00e4ischen Hochschulraum konkret zu erfahren und ohne gr\u00f6\u00dferen Zeitverlust und Anerkennungskomplikationen eine europ\u00e4ische Berufsqualifikation zu erwerben,&#8221; unterstrich Albert Hamm.<\/p>\n<p>Zu den Aufgaben der Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschule geh\u00f6rt auch die F\u00f6rderung von Kooperationen im Bereich der Forschung und Entwicklung. Im Laufe des Jahres 2003 wurden rund 400 Doktoranden von der DFH mit einer Mobilit\u00e4tsbeihilfe unterst\u00fctzt. Die Hochschule finanzierte im Berichtsjahr f\u00fcnf Ateliers f\u00fcr Geistes- und Sozialwissenschaftler, eine Sommeruniversit\u00e4t in Lyon und erstmals f\u00fcnf thematische Sommerschulen f\u00fcr Nachwuchswissenschaftler der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Wichtig sei, so Hamm, durch die F\u00f6rderung der Mobilit\u00e4t, die Zusammenarbeit und dadurch die Netzwerkbildung von Nachwuchswissenschaftlern zu unterst\u00fctzen und sie an die europ\u00e4ische Spitzenforschung heranzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Der Beitrag der DFH im Bereich der Graduiertenausbildung besteht in der Gew\u00e4hrung von Mobilit\u00e4tsbeihilfen w\u00e4hrend des Aufenthalts der Doktoranden im Partnerland. Dieser finanzielle Zuschuss kommt den Stipendiaten des von der DFG und vom MJENR\/MSTP* eingerichteten Graduiertenkollegs\/&#8221;Ecole doctorale&#8221; zugute. &#8220;K\u00fcnftig werden wir die F\u00f6rderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erheblich verst\u00e4rken. Neben der allgemeinen F\u00f6rderung der Mobilit\u00e4t wird eine gemeinsame Doktorandenausbildung im Vordergrund stehen. Durch die Intensivierung des Wissens- und Wissenschaftstransfer zwischen Deutschland und Frankreich leistet die DFH damit einen substantiellen Beitrag zur Schaffung eines europ\u00e4ischen Hochschul- und Forschungsraums,&#8221; betonte Albert Hamm.<\/p>\n<p>Die Kooperation mit der Wirtschaft soll ebenfalls ausgebaut werden. Das Deutsch-Franz\u00f6sische Forum, eine Absolventen- und Hochschulmesse, die j\u00e4hrlich im Herbst in Stra\u00dfburg stattfindet, gilt dabei als zentrales Instrument der DFH, um den binational ausgebildeten Absolventen auch weiterhin bei der Jobsuche auf dem deutsch-franz\u00f6sischen und internationalen Arbeitsmarkt behilflich zu sein.<\/p>\n<p>Die Hochschule mit dem Rechtsstatus einer v\u00f6lkerrechtlichen Einrichtung wird zu gleichen Teilen von Deutschland und Frankreich finanziert. Die Subventionszahlungen beider L\u00e4nder betrugen im Jahr 2003 8,7 Millionen EUR. Gegen Ende des Jahres wuchs der Haushalt, u.a. durch R\u00fcckfl\u00fcsse, Haushaltsreste und R\u00fccklagen dennoch auf rund 11 Millionen an. Davon flossen 8,5 Millionen (77%) in den Bereich der Studieng\u00e4nge und Programme einschlie\u00dflich Doktorandenf\u00f6rderung und innovativer Ma\u00dfnahmen. Allein f\u00fcr die F\u00f6rderung der integrierten Studieng\u00e4nge gab die DFH 7 Millionen\u00a0EUR aus. Die Kosten der Verwaltung mit ihren 16 fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern liegen mit nur 9 % des Gesamthaushaltes nach wie vor weit unter dem Durchschnitt vergleichbarer Einrichtungen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend gab Albert Hamm noch einen Ausblick auf das kommende Jahr: &#8220;Im Zusammenhang mit dem f\u00fcnfj\u00e4hrigen Bestehen der DFH wird unserer n\u00e4chster Jahresbericht den \u00dcbergang in eine neue Phase best\u00e4tigen. Eine Phase, in der sich die Hochschule von den ersten Schwierigkeiten und Ungewissheiten der Anfangsphase l\u00f6sen konnte und nun in der Lage ist, die Gesamtheit ihrer Aufgaben qualit\u00e4tsbewusst wahrzunehmen. Dies gilt sowohl f\u00fcr die Programmbeauftragten und Studierenden der binationalen Programme, die sich f\u00fcr das intellektuelle und kulturelle Abenteuer der integrierten Studieng\u00e4nge entschieden haben als auch f\u00fcr die Institutionen und Unternehmen, die sie einstellen werden.&#8221;<\/p>\n<p>*Minist\u00e8re de la jeunesse, de l&#8217;\u00e9ducation nationale et de la recherche \/ Mission Scientifique, Technique et P\u00e9dagogique (MJENR \/ MSTP)<br \/>\n&lt;\/\/font&gt;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr Studierende, Drittland\u00f6ffnung, F\u00f6rderung von Nachwuchswissenschaftlern &#8211; Deutsch-Franz\u00f6sische Hochschule als Akkreditierungsagentur? Paris\/Saarbr\u00fccken, 6. Mai 2004 &#8220;Mit 4800 eingeschrieben Studierenden in \u00fcber 100 binationalen Studieng\u00e4ngen haben wir im Studienjahr 2003\/2004 einen neuen Rekord erreicht. 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