{"id":3358,"date":"2007-09-13T07:45:09","date_gmt":"2007-09-13T05:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/blog\/studieren-und-forschen-in-deutschland-und-frankreich\/"},"modified":"2019-02-28T15:12:56","modified_gmt":"2019-02-28T14:12:56","slug":"studieren-und-forschen-in-deutschland-und-frankreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/studieren-und-forschen-in-deutschland-und-frankreich","title":{"rendered":"Studieren und forschen in Deutschland und Frankreich"},"content":{"rendered":"<div class=\"teaser-text\">\n<p>Vor 10 Jahren beschlossen Deutschland und Frankreich die Gr\u00fcndung der Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschule<\/p>\n<\/div>\n<p>Eine binationale Arbeitsgruppe des deutschen Wissenschaftsrates und der franz\u00f6sischen IGAENR (Inspection G\u00e9n\u00e9rale de l&#8217;Administration de l&#8217;Education Nationale et de la Recherche) hat die Deutsch-Franz\u00f6sische Hochschule (DFH) evaluiert. Die Anregung zur Evaluation erfolgte durch die DFH selbst anl\u00e4sslich des vor 10 Jahren unterzeichneten Staatsvertrages zur Gr\u00fcndung einer Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschule.<br \/>\nDie Arbeitsgruppe ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die DFH sich seit ihrer Gr\u00fcndung positiv entwickelt hat und mit der F\u00f6rderung der integrierten binationalen Studieng\u00e4nge sowie des wissenschaftlichen Nachwuchses eine wichtige Aufgabe im Bereich der deutsch-franz\u00f6sischen Zusammenarbeit im Hochschulbereich wahrnimmt, aus der auch Kooperationen im Forschungsbereich erwachsen.<br \/>\nMit der Unterzeichnung des Abkommens am 19. September 1997 in Weimar wurde ein rechtlicher Rahmen geschaffen, den es in den beiden darauf folgenden Jahren galt mit Leben zu erf\u00fcllen. Der Verwaltungssitz der binationalen Hochschule sollte ein gemeinsamer sein. Die Wahl fiel auf die Grenzstadt Saarbr\u00fccken. Im September 1999 nahm die Hochschule ihre T\u00e4tigkeit auf, genauer gesagt Gr\u00fcndungspr\u00e4sident Jean David, Gr\u00fcndungsvizepr\u00e4sidentin Helene Harth sowie zwei Mitarbeiterinnen. In der Zwischenzeit stehen der DFH 20 fest angestellte Mitarbeiter neben dem ehrenamtlichen Pr\u00e4sidium f\u00fcr ihre Aufgaben zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nVon Beginn an stand die DFH vor zwei gro\u00dfen Herausforderungen. Es galt einerseits, die Kontinuit\u00e4t bereits bestehender binationaler Hochschulkooperationen zu gew\u00e4hrleisten. Andererseits sollte auf der Basis der durch das Weimarer Abkommen zus\u00e4tzlich gegebenen Aufgaben und der v\u00f6llig neuen juristischen Grundlage innovative Profilbildung erkennbar werden. Neben dem Aufbau eines Mitarbeiterteams mussten zun\u00e4chst Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Deutsch-Franz\u00f6sische Hochschule wird als &#8220;Verbund deutscher und franz\u00f6sischer Hochschulen mit Rechtspers\u00f6nlichkeit&#8221; definiert und unterliegt weder deutschem noch franz\u00f6sischem Recht. Sie ist eine v\u00f6lkerrechtliche Einrichtung. Deshalb ist sie angehalten, in verwaltungstechnischer und finanzieller Hinsicht ihre Partner in Deutschland und Frankreich gleich zu behandeln. Parallel zum Aufbau des Sekretariats sowie zur Betreuung und Verwaltung vorhandener und neuer binationaler Studieng\u00e4nge formierten sich im Laufe des Jahres 2000 die Organe und Gremien der Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschule: der Hochschulrat, die Versammlung der Mitgliedshochschulen und der wissenschaftliche Beirat. Mit der Verabschiedung des Gr\u00fcndungspr\u00e4sidenten und der Amtseinf\u00fchrung der ersten gew\u00e4hlten Pr\u00e4sidentin Helene Harth im September 2001 galt die Gr\u00fcndungsphase als abgeschlossen.<br \/>\nBereits im Studienjahr 2000\/01 z\u00e4hlte die DFH knapp 3.000 Studierende in 90 binationalen Studieng\u00e4ngen. Heute hat die Hochschule \u00fcber 140 grundst\u00e4ndige und postgraduale integrierte Studieng\u00e4nge zwischen deutschen und franz\u00f6sischen Hochschulen, von denen 14 im Rahmen trilateraler Kooperationen ein weiteres Land mit einbeziehen. 30 deutsch-franz\u00f6sische Graduiertenkollegs erweitern das Angebot auf Promotionsebene. Rund 4.500 Studierende sind bei der DFH eingeschrieben. Das bedeutet, dass 1\/3 des gesamten Studierendenaustausches zwischen Deutschland und Frankreich unter dem Dach der DFH verl\u00e4uft.\u00a0 Im Verbund sind 150 deutsche und franz\u00f6sische Hochschulen vereint, die entweder einen oder mehrere integrierte Studieng\u00e4nge oder DFH-gef\u00f6rderte Graduiertenkollegs anbieten.<br \/>\nIm Bereich der Forschung und Entwicklung f\u00f6rdert die binationale Hochschule insbesondere die Mobilit\u00e4t und gemeinsame Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern. Dazu z\u00e4hlen neben den Graduiertenkollegs die Sommerschulen und Ateliers, die auch f\u00fcr Teilnehmer aus Drittl\u00e4ndern offen sind. Ziel ist es, deutsche und franz\u00f6sische Doktoranden und Post-docs zusammenzuf\u00fchren, um \u00fcber aktuelle Entwicklungen ihres Forschungsgebietes zu diskutieren und einen Wissenstransfer zu erm\u00f6glichen. Die DFH m\u00f6chte damit die Entstehung von Netzwerken unterst\u00fctzen, aus denen sich gemeinsame Forschungsprojekte entwickeln k\u00f6nnen.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus unterst\u00fctzt die DFH mit einem speziellen F\u00f6rderprogramm binationale\u00a0 Cotutelle de th\u00e8se-Verfahren. Die Cotutelle erm\u00f6glicht Doktoranden, im Rahmen einer Dissertationsarbeit grenz\u00fcberschreitend an zwei Hochschulen zu promovieren. Die Besonderheit einer deutsch-franz\u00f6sischen Promotion liegt in der gemeinsamen Betreuung und Begutachtung durch einen deutschen und franz\u00f6sischen Hochschullehrer. Ein l\u00e4ngerer Forschungsaufenthalt an der franz\u00f6sischen bzw. deutschen Partnerhochschule sowie das Ablegen der Doktorpr\u00fcfung vor einer binationalen parit\u00e4tisch besetzten Pr\u00fcfungskommission geh\u00f6ren ebenfalls zum Promotionsverfahren.<br \/>\n&#8220;Die Mobilit\u00e4t von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern zwischen Deutschland und Frankreich strukturiert zu f\u00f6rdern, war von Anfang an unser Ziel und wird es auch bleiben&#8221;, so lautet der Kommentar von DFH-Pr\u00e4sident Dieter Leonhard anl\u00e4sslich des 10-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums. Neben der quantitativ positiven Entwicklung in der Mobilit\u00e4t von Studierenden und Forschern betont Leonhard auch die qualitativen Ver\u00e4nderungen des Austauschs. Die Studierenden lernen nicht nur das Partnerland kennen, sondern erwerben gleichzeitig beide Abschl\u00fcsse. Alle DFH-Programme unterliegen einer regelm\u00e4\u00dfigen, unabh\u00e4ngigen \u00dcberpr\u00fcfung durch eine mehrstufige Begutachtung. Die Qualit\u00e4tssicherung garantiere \u2013 so Leonhard \u2013 eine origin\u00e4re fachwissenschaftliche Ausbildung, in der sich die unterschiedlichen F\u00e4cherkulturen und Lehrpl\u00e4ne beider L\u00e4nder m\u00f6glichst eng miteinander verzahnen.<br \/>\nDie finanziellen Mittel werden der DFH parit\u00e4tisch von der deutschen und franz\u00f6sischen Regierung sowie den deutschen Bundesl\u00e4ndern zur Verf\u00fcgung gestellt. Sie betragen derzeit rund 9,5 Mio. Euro pro Jahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 10 Jahren beschlossen Deutschland und Frankreich die<br \/>\nGr\u00fcndung der Deutsch-Franz\u00f6sischen Hochschule <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"inline_featured_image":false},"categories":[109],"tags":[],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3358"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3358"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3358\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15893,"href":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3358\/revisions\/15893"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3358"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3358"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dfh-ufa.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}