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One-Health-Preis 2026 würdigt deutsch-französiche Krebsforschung auf internationalem Niveau

V. l. n. r.: Elisabete Weiderpass, Jean-Marc Kutz, Milena Förster, Alain Mérieux, Ines Schreiver, Philippe Gréciano und Pia Rausche © IARC
V. l. n. r.: Elisabete Weiderpass, Jean-Marc Kutz, Milena Förster, Alain Mérieux, Ines Schreiver, Philippe Gréciano und Pia Rausche © IARC

 

Am Abend des 19. Mai vergaben die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) und die Fondation Mérieux in Lyon zum zweiten Mal den internationalen Wissenschaftsaward „One-Health“. Unter den 1 300 Anwesenden fanden sich bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Diplomatie und Wissenschaft.

Der One-Health-Preis trägt dazu bei, die wissenschaftliche Exzellenz der deutsch-französischen Zusammenarbeit in der Welt bekannt zu machen. Die Preisverleihung fand im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der International Agency for Research on Cancer (IARC/WHO), statt.

Für ihre ausgezeichneten Leistungen wurden zwei deutsch-französische Forschungstandems ex-aequo gewürdigt:

  • Ines Schreiver (Deutsches Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin) und Milena Förster (IARC) für Ihre Forschung zum möglichen Langzeit-Krebsrisiko von Tattoos
  • Pia Rausche (Bernhard Nocht Institut für Tropische Medizin, Hamburg) und Jean-Marc Kutz (Solothurner Spitäler AG, CH, und Bernhard Nocht Institut für Tropische Medizin, Hamburg) für Ihre Forschung zum Zusammenhang zwischen vernachlässigten Infektionskrankheiten und Gebärmutterhalskrebs in Madagascar

 

Die Fondation Mérieux mit ihrem Präsidenten Alain Mérieux würdigte jedes Tandem mit einem Preisgeld in Höhe von je 5 000 €.

Milena Förster und Ines Schreiver © DFH-UFA
Milena Förster und Ines Schreiver © DFH-UFA

Philippe Gréciano, Präsident der Deutsch-Französischen Hochschule, initiierte den internationalen Wissenschaftspreis bereits zum zweiten Mal: Der erste One-Health-Preis wurde Ende 2022 kurz vor dem 60-jährigen Jubiläum des Elysée Vertrages übergeben. Die Ausgabe 2026 hat das 60-jährige Bestehen der IARC zum Anlass.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass die DFH Spitzenforschung im Gesundheitsbereich unterstützt. Der Kampf gegen Krebs hat für uns oberste Priorität. Es ist mir eine große Ehre, mein Mandat dem Schutz der Gesundheit und der Verteidigung des Lebens auf internationalem Niveau zu widmen. Herzlichen Dank an die Fondation Mérieux und die IARC für die einzigartige Kooperation und den herausragenden Erfolg dieses Projekts“, sagt Gréciano.

Die Vergabe des One-Health-Preises bildete einen besonderen Höhepunkt der mehrtägigen Feierlichkeiten zum 60-jährigen Jubiläum der IARC und wurde durch Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft begleitet.

Jean-Marc Kutz und Pia Rausche © DFH-UFA
Jean-Marc Kutz und Pia Rausche © DFH-UFA

Elisabete Weiderpass, Direktorin der IARC, kommentiert: „Ich gratuliere den Preisträger*innen zu ihrer herausragenden Leistung und ihrem Ehrgeiz. Ihre Arbeiten bringen bedeutende Fortschritte für die Prävention, sei es bei der Bewertung der mit Tätowierungen verbundenen Risiken oder bei der Untersuchung des gleichzeitigen Auftretens von Bilharziose und HPV. Diese Forschungsarbeiten stehen ganz im Zeichen auch unseres Engagements: Prävention durch fundierte Wissenschaft voranzubringen, getragen von einer starken internationalen Zusammenarbeit.“

Am Tag nach der Preisverleihung erhielten die beiden deutsch-französischen Tandems die Gelegenheit, im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Detail über ihre Projekte zu sprechen. Der Austausch unter dem Veranstaltungstitel „One Health: Franco-German strategic initiatives. Dialogue with the Winners of the 2026 One Health Prize“ wurde von Joachim Schüz (IARC) moderiert.

„Als deutsch-französisches Tandem den One-Health-Preis zu gewinnen, ist für uns eine wertvolle Bestätigung unserer Forschungsarbeit. Zudem können wir damit einem breiteren Publikum die Bedeutung unserer Forschung vermitteln und unsere Sichtbarkeit in der allgemeinen Öffentlichkeit wie auch innerhalb der Public-Health-Community erhöhen“, erklären die Preisträgerinnen Ines Schreiver und Milena Förster.

Pia Rausche und Jean-Marc Kutz führen ihrerseits aus: „One Health ist ein Implementierungsauftrag. Um die bestehenden Lücken in der Übertragung von Evidenz in die Routineversorgung zu schließen, braucht es integrierte, patientenzentrierte Modelle und eine holistische Betrachtung von Menschen, Umwelt und Gesundheitssystemen. Gerade in ressourcenarmen Regionen ist dies von besonderer Bedeutung.“

 


Pressekontakt

Eva Günther | +49 681 93812 – 189 | presse(at)dfh-ufa.org


Pressemitteilung im PDF-Format

DFH-Pressemitteilung: One-Health-Preis 2026 würdigt deutsch-französiche Krebsforschung auf internationalem Niveau

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