Neuer Preis für Wissenschaftsjournalismus: Gewinner Christoph Peters

Am 16. September wurde Christoph Peters im französischen Außenministerium am Quai d’Orsay in Paris mit dem deutsch-französischen Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Diese 2026 neu geschaffene Kategorie des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP) wird durch die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) gefördert.
„Freie Wissenschaft und freier Journalismus sind das Fundament der Demokratie und ich freue mich umso mehr, dass die Umwelt, die Gesundheit und der Schutz der Ozeane nach dem Jahr des Meeres gewürdigt sind“, betont Philippe Gréciano, Präsident der DFH. „In all diesen Bereichen spielt die DFH eine Pionierrolle. Jetzt bündeln wir unsere Kräfte und teilen unser Wissen zur Rettung unseres Planeten“ ergänzt er. 2025 und 2026 erhielt die DFH den Preis „L’Honneur en action“ und das Label „La Mer en commun“ für ihr Engagement für den Schutz der Ozeane.

Peters Reportage „Leben auf Plastik – per Anhalter durchs Meer“ thematisiert, wie durch Plastikmüll unter Wasser ein neuer Lebensraum für mikrobiologische Organismen entsteht. Sie wurde im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und in Kooperation mit ARTE umgesetzt. Neben starker Bild- und Tonsprache überzeugt die Dokumentation durch ihre unaufgeregte Erzählweise: vor dem Hintergrund von vielfach durch Meinungen geprägten Debatten setzt der Film einen wissenschaftlichen Kontrapunkt.
Benjamin Fischer, Geschäftsführer von ARTE Deutschland, nahm den Preis stellvertretend für Christoph Peters entgegen.
Vize-Präsidentin Andrea von Hülsen-Esch kommentiert: „Christoph Peters spannende Dokumentation zeigt, welche bislang noch nicht zutage geförderten Auswirkungen der Plastikmüll im Meer jenseits der Umweltverschmutzung hat. Der wissenschaftliche und gesellschaftliche Mehrwert des deutsch-französischen Wissenschaftsjournalismus‘ erhält in diesem Projekt durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen noch eine besondere Note, wie der Preisträger eigens betont hat.“
Die Wahl eines Siegers oder einer Siegerin fiel der deutsch-französischen Jury angesichts zahlreicher qualifizierter Beiträge nicht leicht. Neben Udo Thelen, Generalsekretär der DFH, traten als weitere Jury-Mitglieder in Erscheinung: Niels Waibel (SWR), Anna Carthaus (ZEIT), Franck Buchy (Dernières Nouvelles d’Alsace), Pierre Girard (ARTE), Gwénaëlle Deboutte (pv magazine) und Holger Wormer (TU Dortmund).
Der Deutsch-Französische Journalistenpreis wird seit 1983 in inzwischen fünf Kategorien vergeben. Er verdeutlicht die Bedeutung der deutsch-französischen journalistischen Zusammenarbeit für Politik und Gesellschaft. 2026 verzeichnete der Verein Deutsch-Französischer Journalistenpreis ein Rekordhoch an eingereichten Beiträgen.
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DFH-Pressemitteilung: Neuer Preis für Wissenschaftsjournalismus: Gewinner Christoph Peters
Pressefoto: Das Präsidium der DFH verleiht den deutsch-französischen Preis für Wissenschaftsjournalismus © DFJP