Die Deutsch-Französische Hochschule zu Besuch in Japan

Im Rahmen des 5. deutsch-französisch-japanischen Symposiums zum Thema Künstliche Intelligenz war Philippe Gréciano, Präsident der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), am 27. Oktober 2026 zu Gast bei der EU-Delegation in Tokio. Dort stellte er die DFH vor und moderierte zudem ein hochkarätig besetztes Panel. Die Einladung unterstreicht einmal mehr die Attraktivität und Gestaltungskraft der DFH, die auf Initiative ihres Präsidenten enge Verbindungen zur akademischen Landschaft Japans aufgebaut hat.
Deutschland, Frankreich und Japan richten das bedeutende trilaterale Symposium zur Künstlichen Intelligenz seit 2018 gemeinsam in Tokio aus. Zur fünften Ausgabe der internationalen Konferenz kamen 2026 mehr als 300 internationale KI-Expert*innen und über 2 000 Teilnehmende. Das diesjährige Symposium stand vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen unter dem Leitthema: „Operationalizing AI: Safe, Efficient, and Privacy-preserving AI Systems at Scale“.
Die Veranstaltung wurde bereits am Vortag durch einen Festempfang in der Residenz der französischen Botschafterin Béatrice Le Fraper du Hellen eingeleitet. Zu den Anwesenden zählten unter anderem Pier Giorgio Frederico Aliberti, Botschafter der EU in Japan, Xavier Bressaud, Botschaftsrat für Wissenschaft und Technologie, Niklas Reinke, Direktor des German Aerospace Center in Tokyo, und Yasuhiro Katagiri, Direktor des Artificial Intelligence Research Center (AIRC) in Tokyo. In ihrem Grußwort würdigte die Botschafterin die Anwesenheit und das Engagement der DFH bei dieser einzigartigen Begegnung zwischen Frankreich, Deutschland und Japan.
Pier Giorgio Frederico Aliberti eröffnete die Konferenz am 27. Oktober. Wissenschaftler*innen, politische Entscheidungsträger*innen und Vertreter*innen der Industrie erörterten im Rahmen des Symposiums gemeinsam, wie KI verantwortungsvoller und datenschutzkonform eingesetzt werden und einen sicheren Informationsaustausch in großem Maßstab ermöglichen kann.

© DWIH Tokyo
Am Panel nahmen Goichiro Hanaoka, Senior Scientist für Cybersicherheit an der Universität Tokio, Nicole Krämer, Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Duisburg-Essen, sowie Lionel Brunie teil. Letzterer ist Professor für Informatik am INSA Lyon und Beauftragter des deutsch-französischen Studiengangs zwischen dem INSA Lyon und der Universität Passau.
„Ich fühle mich geehrt, erneut zu diesem Weltkongress eingeladen zu sein, um die DFH vorzustellen und ein hochkarätig besetztes Panel zu den großen Herausforderungen von KI zu moderieren“, betont Gréciano. „Damit stellt die DFH einmal mehr ihre Handlungsfähigkeit und ihre Stärke beim Aufbau von Netzwerken im Dienste der Spitzenforschung unter Beweis. Die DFH hat mit Japan eine besondere Partnerschaft aufgebaut, die Europas technologische Souveränität stärkt und der deutsch-französischen Wissenschaftsgemeinschaft einzigartige Perspektiven eröffnet.“
Die DFH setzt sich international mit Nachdruck für die Förderung von Studiengängen und Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz ein. Auf Initiative ihres Präsidenten hat sie zahlreiche Kontakte zu führenden Institutionen in Japan geknüpft, darunter die Universität Yokohama und die Tohoku-Universität, Japans erste und bislang einzige Exzellenzuniversität, sowie das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Tokyo (DWIH).

Bei seinen zahlreichen Besuchen in Japan traf Philippe Gréciano mit wissenschaftlichen Berater*innen und Hochschulattachés der deutschen und französischen Botschaften zusammen, um die Entwicklung deutsch-französischer Studien- und Forschungskooperationen in Japan voranzubringen.
Den ersten deutsch-französisch-japanischen KI-Workshop eröffnete der DFH-Präsident im vergangenen April in Sendai. Organisiert wurde er vom INSA Lyon und der Universität Passau unter dem Dach der Deutsch-Französischen Hochschule. Seither gab es mehrere Treffen, um die Hochschulpartnerschaften auf Master- und Promotionsebene weiter auszubauen. Ziel ist es insbesondere, Studierenden Praktika und Austauschaufenthalte sowie den Erwerb von Abschlüssen in Kooperation mit japanischen Hochschulen zu ermöglichen.
Die DFH unterstützt zudem den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den Universitäten Heidelberg und Straßburg mit der Universität Kyoto. Im Mittelpunkt stehen interkulturelle Studien zu technologischen und politischen Herausforderungen sowie zu Fragen der sozialen Gerechtigkeit.
Durch diese neuen Partnerschaften erhöht die DFH ihre Sichtbarkeit und festigt ihre Rolle als Impulsgeberin für internationale Forschungsnetzwerke. Seit der Assoziierung Japans an das Programm Horizon Europe (2026) intensiviert das Land seine Zusammenarbeit mit dem DFH-Netzwerk. Philippe Gréciano resümiert: „Diese neue Dynamik stärkt die Freiheit, Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Europas und eröffnet insbesondere Studierenden außergewöhnliche Perspektiven.“
Im Bereich der KI ist die DFH auf internationaler Ebene sehr präsent. So war sie eine treibende Kraft der Messe „VivaTech“ in Paris und prüft derzeit die Möglichkeit, ihre Beziehungen in diesem Bereich zu den Ländern der Frankophonie zu vertiefen.
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