Pascal Kriesche

„Der Einfluss von globalen Klimaschwankungen und Telekonnektionen auf Windenergieressourcen über Europa und deren Intermittenz“

 

In Anbetracht der wachsenden Bedeutung von Windenergie in der weltweiten Energieerzeugung, zielt diese Arbeit darauf ab, ein besseres Verständnis der Variabilität der Windenergieressourcen in Europa zu gewinnen. Basierend auf Messungen über einen Zeitraum von 31 Jahren wird der Einfluss diverser Klimaoszillationen, vor allem der Arktischen und Nordatlantischen Oszillation (AO und NAO) auf die Windenergiedichte (WED) in einer typischen Höhe von 80m untersucht. Sowohl AO als auch NAO korrelieren stark mit den Fluktuationen in WED. Diese Korrelationen können auch in einer Hauptkomponentenanalyse der WED über Europa wiedergefunden werden. Kreuzkorrelationstudien zeigen, dass diese am stärksten sind, falls AO/NAO der WED um maximal einen Tag vorausgeht, daher die Notwendigkeit, die Oszillationsindizes täglich zu bestimmen. Außerdem wird der Einfluss von positiven und negativen Phasen der entsprechenden Oszillationen quantifiziert. Die Energieerzeugung durch drei Modellwindanlagen steigt im Falle einer positiven AO/NAO Phase verglichen zu einer negativen um bis zu 250% im Norden Europas, während im Süden ein entgegengesetztes Verhalten zu beobachten ist. Dies lässt ein bedeutsames Potential im Hinblick auf den Zusammenschluss von Windparks ableiten, wodurch deren Intermittenz – eine der größten Herausforderungen in der Windenergieerzeugung – erheblich reduziert werden könnte.

Pascal Kriesche, geboren 1989, erlangte an der Technischen Universität (TU) München und der École Polytechnique (EP) Paris einen deutsch-französischen Doppelabschluss: den Bachelor of Science im Studiengang Maschinenbau und Management und das Diplôme d’Ingenieur Polytechnicien. Heute führt er sein Studium an der TU München im Masterstudiengang Maschinenbau und Management fort.