Transkulturelle Dynamiken: Deutsch-französische Ansätze zur Kulturpolitik und zur Vermittlung von Kunstpraktiken
PhD-Track-Programm
2013 - 2028
U Hildesheim - U Aix-Marseille
Künste, gesellschaftlicher Wandel, Kulturpolitik, Programm Trans mit Fokus auf den globalen Süden:
Im Oktober 2022 feiert die deutsch-französische Partnerschaft zwischen den Universitäten Hildesheim und Marseille ihr 20-jähriges Bestehen. Mit einem binationalen Master (anfänglich Diplom) und über 140 durch die DFH geförderte Absolvent*innen und einem PhD Track seit 2012, der unter anderem die Verteidigung von drei gemeinsamen deutsch-französischen Cotutelle-Promotionen ermöglichte; verstärkt durch mehrere Symposien, die künstlerische und gesellschaftliche Praktiken in Frage stellen, Dutzende von Studientagen sowie zweisprachige Veröffentlichungen, an denen Student*innen und Doktorand*innen beteiligt wurden. Das deutsch-französische Programm entwickelt sich fortwährend durch das Prisma aktueller Themen zu gesellschaftlicher Verantwortung zwischen künstlerischer Praxis und sozialen Praktiken, in einer Welt in ständiger Bewegung. Die Künste und ihre Einflüsse auf gesellschaftliche Transformationen sind das gemeinsame Terrain der deutsch-französischen Zusammenarbeit für die binationalen Abschlüsse Kulturvermittlung / Médiation culturelle de l’art von Hildesheim und Aix-Marseille, als Masterstudium und als Promotionsforschung.
Sie eröffnen unterschiedliche, sich ergänzende Ausbildungs- und Forschungspfade, geteilt durch die Teams aus Lehrenden und Forschenden sowie Doktorand*innen, abgeleitet aus den Masterstudiengängen zu Kulturwissenschaften und Kulturpolitik in Hildesheim und Ästhetik und Kunstwissenschaft in Aix-Marseille.
Jährliche Seminare für Student*innen und Doktorand*innen, Studientage, deutsch-französische Treffen, internationale Symposien, Veröffentlichungen sowie Übersetzungen von Arbeiten spiegeln die Dynamik der Forschung wider, die sich auf den europäischen und mediterranen Raum und insbesondere auf den Süden konzentriert (verstanden in einem weiteren Sinne). (Siehe auch der an die DFH übermittelte Jahresbericht). Die beiden Universitäten, die beide internationale Ausstrahlung haben (AMU, die erste französischsprachige Universität und Partner im Mittelmeerraum; Universität Hildesheim für den UNESCO-Lehrstuhl Kulturpolitik für die Künste in Entwicklungsprozessen“), ergänzen sich gegenseitig; und stützen sich auf ein internationales Netzwerk (Goethe-Institut, Alliance Française, etc.), Kunsthochschulen und Kulturpartner, mehrere Universitäten, die ein Netzwerk aus Forschung, Forscher*innen und Doktorand*innen bilden (Arabische Region und Naher Osten, Subsahara-Afrika, Lateinamerika), aggregiert in den verschiedenen Phasen der durchgeführten Arbeiten.
Als Erweiterung des Trans-Programms, das die Leitlinie für wissenschaftliche Aktivitäten zwischen den beiden Universitäten war, haben sich die deutschen und französischen Leiter des von der DFH unterstützten Programms entschieden, eine neue Dynamik anzuregen, die Teil der Entwicklung dieser Forschungstätigkeit ist.
Im Rahmen der nächsten Periode wird es darum gehen, über künstlerische Praktiken und Kulturpolitiken gesellschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten, die sich auf die Auswirkungen von Transkulturalität, Formen von Transnationalität, transdisziplinäre künstlerische Praktiken und Fragen der Transbürgerschaft (bspw. Geflüchtete,
Migrant*innen) und Formen der Globalisierung beziehen.
In dieser Perspektive wird den Territorien (insbesondere im Bezug auf den globalen Süden) und der neuen europäischen Dynamik, insbesondere der deutsch-französischen, besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Auf methodischer Ebene bilden Feldstudien (etwa zu Ausstellungen, künstlerische Praktiken, auch entmaterialisiert (digital und virtuell), den institutionellen Bereich im Zusammenhang mit Kunst und Kultur), Fallstudien, Begegnungen mit Künstler*innen und der Öffentlichkeit das privilegierte Terrain der Vermittlung und Kulturpolitiken, die aus diesen Ressourcen heraus an der Konstruktion eines „Zustands der Frage“ mitwirken wollen, das zum Verständnis gesellschaftlicher Realitäten und zur institutionellen Schlichtung beiträgt.
Auf wissenschaftlicher Ebene werden die Leiter des deutsch-französischen Programms Nachwuchswissenschaftler*innen (PhD) einladen, sich mit diesen Themen und
Paradigmen auseinanderzusetzen und so die Kreuzung zwischen der Welt der Forschung und der Welt bzw. den Akteur*innen der Zivilgesellschaft fördern.
Programmbeauftragter (D): Dr. Daniel Gad
Programmbeauftragter (F): Yannick Butel
Telefon: +49 5121 883-20107
E-Mail: gad@uni-hildesheim.de
Letzte Aktualisierung: 17 Mai 2018