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KI und Cybersecurity: Neue DFH-Professur für die digitale Souveränität Europas

Hintere Reihe (v. l. n. r.): Nadia Bennani, Harald Kosch, Jessica Engel und Lionel Brunie; vordere Reihe: Jan Hendrik Schumann, Philippe Gréciano und Frédéric Fotiadu unterschreiben den Kooperationsvertrag © INSA Lyon
Hintere Reihe (v. l. n. r.): Nadia Bennani, Harald Kosch, Jessica Engel und Lionel Brunie; vordere Reihe (v. l. n. r.): Jan Hendrik Schumann, Philippe Gréciano und Frédéric Fotiadu unterschreiben den Kooperationsvertrag © INSA Lyon

 

Mit einer Eröffnungszeremonie gaben das Institut National des Sciences Appliquées (INSA) Lyon und die Universität Passau am Donnerstag, den 11. Juni in Lyon offiziell den Startschuss für ihre deutsch-französische Professur „KI und Cybersecurity“. Es handelt sich um eine von insgesamt zehn durch die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) geförderten deutsch-französischen Professuren.

Die feierliche Veranstaltung fand in den Räumlichkeiten des INSA Lyon statt. Philippe Gréciano, Präsident der DFH, Frédéric Fotiadu, Direktor des INSA Lyon sowie Jan Hendrik Schumann, Präsident der Universität Passau, vertraten die drei beteiligten akademischen Partner. Jessica Engel, deutsche Generalkonsulin in Lyon, richtete begrüßende Worte an die Anwesenden.

Generalkonsulin Jessica Engel spricht eröffnende Worte © INSA Lyon
Generalkonsulin Jessica Engel spricht eröffnende Worte © INSA Lyon

„Die Eröffnung des ersten deutsch-französischen Lehrstuhls an der INSA Lyon und Universität Passau ist Frucht der langjährigen Zusammenarbeit zwischen den beiden Institution. Das Thema KI und Cybersecurity könnte nicht aktueller sein: Um unabhängiger zu werden und Lösungen zu finden, die europäischen Standards entsprechen, brauchen wir (europäische) Forschung. Der Ansatz diese Forschung möglichst schnell in unternehmerische Aktivität umzusetzen, kommt angesichts des großen Bedarfs zum richtigen Zeitpunkt. Bravo und gutes Gelingen!“, erklärt die Generalkonsulin.

Harald Kosch (l.) und Lionel Brunie (r.) stellen die neue Professur vor © INSA Lyon
Harald Kosch (l.) und Lionel Brunie (r.) stellen die neue Professur vor © INSA Lyon

Als Auftakt stellten Harald Kosch, Vizepräsident für Akademische Infrastruktur und IT der Universität Passau sowie Inhaber des dortigen Lehrstuhls für Informatik mit Schwerpunkt Verteilte Informationssysteme, und Lionel Brunie, Leiter des Abteilung Informatik an der INSA Lyon, die neu geschaffene Professur vor. Diese wird neben der wissenschaftlichen Dimension von KI und Cybersicherheit auch ihre politische Tragweite – z. B. digitale Souveränität – sowie ihre gesellschaftlichen Facetten – z. B. vertrauenswürdige KI und Schutz der Privatsphäre – behandeln.

Philippe Gréciano begrüßt die Teilnehmenden © INSA Lyon
Philippe Gréciano begrüßt die Teilnehmenden © INSA Lyon

„Die Exzellenz-Professur in KI ist weltweit einzigartig. Sie bekräftigt die digitale Souveränität Europas“ erklärt DFH-Präsident Philippe Gréciano und hebt die grenzüberschreitende Bedeutung des Formats hervor: „Durch unsere Initiative bildet die DFH neue Kooperationen aus: auf europäischer Ebene, dank dem Forschungszentrum IRIXYS, und auf internationaler Ebene, insbesondere mit Japan, wo wir mit der Universität Tōhoku, dem German Center for Reserach and Innovation (DWIH) Tokyo und der Französischen Botschaft in Tokyo mehrere Programme im Bereich KI und Cybersicherheit entwickeln. Im Kontext von Choose France 2026, Horizon Europe 2026 und VivaTech 2026 ist die deutsch-französische Partnerschaft das Gewinnertandem für die Zukunft Europas“.

Weitere Highlights des Programms bildeten die Keynote Adress von Sonia Ben Mokhtar (LIRIS Lab – CNRS), Impulsvorträge von Wirtschaftsvertretern wie Alexander Krebs (Atos / Eviden Germany GmbH) sowie eine Podiumsdiskussion.

Weitere Highlights des Programms bildeten die Keynote Adress von Sonia Ben Mokhtar (LIRIS Lab – CNRS), der Vortrag von Alexander Krebs (Atos / Eviden Germany GmbH), Vertreter der Wirtschaft, gefolgt von einer Podiumsdiskussion.

Die Eröffnungszeremonie schloss mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags.

„Mit der Einrichtung der deutsch-französischen Professur für Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit an der INSA Lyon in Kooperation mit der Universität Passau setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft der europäischen Forschungszusammenarbeit“ unterstreicht Präsident Jan Hendrik Schumann und führt aus: „Mein besonderer Dank gilt der DFH für ihre Förderung sowie der INSA Lyon für ihre substanzielle Investition, die diese Initiative erst ermöglicht haben. Gerade in Zeiten globaler Herausforderungen zeigt dieses Projekt für mich eindrücklich, wie aus langjähriger Zusammenarbeit tragfähige und zukunftsweisende Partnerschaften entstehen“.

Frédéric Fotiadu, Direktor des INSA Lyon, fasst abschließend zusammen: „Themen wie digitale Souveränität, vertrauenswürdige KI, Datenschutz, Ethik, Nachhaltigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit neuen Technologien erfordern interdisziplinäre und interkulturelle Ansätze. Dieser Lehrstuhl wird eine einzigartige Plattform für einen solchen Dialog bieten“.

Als langjährige Partner der Deutsch-Französischen Hochschule pflegen die INSA Lyon und die Universität Passau seit 2008 eine enge Zusammenarbeit im Bereich der international ausgerichteten Doktorandenausbildung. Hervorzuheben sind die jüngste internationale wissenschaftliche Veranstaltung in Japan, die von der DFH im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Universität Tōhoku unterstützt wurde, sowie die wiederholte Teilnahme von Präsident Philippe Gréciano an den trinationalen deutsch-französisch-japanischen Symposien zum Thema KI in den Jahren 2024 und 2026 in Tokio.

Weitere Informationen zu dem Pilotprojekt „Deutsch-Französische Professuren“ finden Sie auf der Website der DFH.

 

Gruppenbild der Veranstaltung © INSA Lyon
© INSA Lyon

 

Philippe Gréciano (l.) und Lionel Brunie (r.) © INSA Lyon
Philippe Gréciano (l.) und Lionel Brunie (r.) © INSA Lyon
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