Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) nimmt Stellung zu den Europäischen Hochschulen

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Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH), ihre Organe und darüber hinaus auch die Glieder ihres Hochschul-Netzwerkes haben seit der Sorbonne-Rede des französischen Staatspräsidenten im September 2017 mit Interesse und aktivem Engagement in Deutschland, Frankreich und den Drittländern verfolgt, wie aus der visionären Idee der Schaffung einer Reihe von Europäischen Hochschulen eine nunmehr weitgehend umsetzungsreife hochschulpolitische Initiative entstanden ist.

Die beim Gipfeltreffen der EU-Führungsspitzen und den zuständigen EU-Ministern Ende 2017 bzw. Anfang 2018 genannten Prinzipien für die Beschaffenheit der zukünftigen Europäischen Hochschulen-Netze decken sich weitestgehend mit den seit der Gründung der DFH praktizierten Grundsätze der DFH: Kriterium der Qualität und Exzellenz der gemeinsam entwickelten Studiengänge, Anerkennung der Abschlüsse in den betreffenden EU-Staaten, enge Verknüpfung von Forschung, Lehre und/oder Innovation und Beruf, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit sowie Herausbildung von Modellen einer wirklich neuen Qualität in der europäischen grenzüberschreitenden Hochschul-Kooperation.

Insofern trägt die DFH bereits die Merkmale einer „Europäischen Hochschule“, und der im Laufe ihrer zwanzigjährigen Geschichte gesammelte Erfahrungsschatz sowie die sich täglich aktualisierende Expertise im Hinblick auf die Förderung, Evaluation und Weiterentwicklung von Modellen der transnationalen Hochschul-Kooperation, die sich durch einen ausgesprochen hohen Integrationsgrad auszeichnen, prädestinieren sie für die Begleitung der sich konkretisierenden Herausbildung europäischer Netzwerke. Die DFH hat ihre Bereitschaft signalisiert, zusammen mit den zuständigen Ministerien und Geldgebern sowie ihren Partnern die Entwicklung entsprechender visionärer Projekte zu unterstützen.

Originalfassung des Anfang September an die geldgebenden Ministerien der DFH übermittelten Positionspapiers.