Cotutelle Studie

In Anlehnung an die Absolventenstudien unter den ehemaligen Studierenden der DFH-Studiengänge, führte die DFH 2017 eine Umfrage unter den Cotutelle de thèse-Doktoren/innen durch. Ziel war es, eine Einschätzung der ehemaligen Doktoranden/innen über die Vorteile und Herausforderungen einer solchen Doppelpromotion zu erhalten.

Folgende Aspekte wurden berücksichtigt:

Persönliche Angaben

Angaben zur Promotion (Fachbereich, DFH-Studiengang, Heimat- und Partnerhochschule)

Beruflicher Werdegang (Unterstützung der Betreuer, Arbeitssuche, Einfluss der Cotutelle, aktuelle Arbeitsstelle, deutsch-französischer bzw. internationaler Bezug, Arbeitsbereich)

Empfehlung einer Cotutelle, persönlicher Mehrwert

Das Skalenniveau lag zwischen 5 (Trifft vollständig zu) und 1 (Trifft auf keinen Fall zu). Von knapp 300 angeschriebenen ehemaligen Cotutelle-Doktoranden nahmen 120 Personen an der Umfrage teil (ca. 40 %), davon waren 57,5 % weiblich und 42,5 % männlich.

Ansprechparterin: Eva-Maria Hengsbach, hengsbach(at)dfh-ufa.org


Die komplette Studie sehen Sie bei einem Klick auf das Bild

 

Nachfolgend finden Sie einzelne Ergebnisse aus der Studie:


Über 90 % der Umfrageteilnehmer sind deutsch, französisch oder deutsch-französisch.
Bezüglich einer adäquaten Arbeitsstelle gaben knapp 65 % der Befragten an, innerhalb der ersten drei Monate nach ihrer Verteidigung eine Zusage erhalten zu haben.
Einen deutsch-französischen Bezug bei ihrer aktuellen Arbeitsstelle sahen vollständig bis teilweise nur 40 % der Befragten. Knapp 70 % der Doktoren haben aber an, im internationalen Bereich tätig zu sein.
Knapp 20 % der Teilnehmer haben vor ihrer Promotion einen DFH-Studiengang absolviert.
Des Weiteren wollte die DFH von den Teilnehmern erfahren, ob sie zukünftigen Doktoranden eine Cotutelle empfehlen würde. Über 80 % stimmten dieser Aussage größtenteils zu, wobei 90 % der Befragten einen Mehrwert in einer Cotutelle sehen.
55 % der Teilnehmer haben ihre Promotion in den Geistes- und Sozialwissenschaften absolviert, knapp 35 % in den Ingenieur- und Naturwissenschaften.
Auf die Frage, in welchem Bereich die befragten Personen tätig sind, wurde der Großteil mit rund 60 % im Bereich Forschung festgestellt (z. B. als Post-Doc).

Kommentare der Cotutelle-Doktoren der DFH:

 

„Zwei Betreuer geben unterschiedlichen Input…“

„Kennenlernen akademischer Kulturen, Netzwerke, Forschungsaustausch“

„… den eigenen Horizont enorm erweitert und viele wichtige Kontakte ermöglicht, die später bei der Arbeitssuche hilfreich sind.“

« Inscription dans un contexte franco-allemand renforcé, compétences linguistiques approfondies et offre d’allocations de recherche élargie »

« Par la cotutelle, on agrandit son réseau et donc on augmente les chances de trouver un emploi par la suite »

Allgemein ist die größte Hürde der administrative Aufwand und die Unterzeichnung der Cotutelle-Vereinbarung zwischen der deutschen und französischen Einrichtung.

Ein großes Dankeschön an alle Cotutelle-Doktoren, die an der Studie teilgenommen haben, sowie an die DFH-Mitarbeiter für ihre Unterstützung.

Wir danken Ihnen für Ihre Beteiligung. Wir stehen Ihnen bei Rückfragen gerne zur Verfügung.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechterspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinn der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.