Florian Schulz

 

Die junge Generation als Motor für Europa

 

Sein Auslandsjahr an der Université de Nantes wird Florian Schulz in guter Erinnerung behalten – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen wegen der „Art der Rechtslehre“ im Studiengang „Droit économique éuropéen“, die seinen juristischen Horizont erweiterte und ihm die Augen öffnete für „unterschiedliche Herangehensweisen in Bezug auf juristische Problemlösungen“. Zum anderen aber auch wegen der vielen Kontakte zu Kommilitonen, mit denen er in seiner Freizeit segelte, Triathlon trainierte und schwimmen ging.  „Der Unisport wird an der Universität Nantes in einem Maße gepflegt, wie ich es an einer deutschen Universität noch nie erlebt habe“, schwärmt Florian Schulz.

Auch ansonsten gebe es deutliche Unterschiede zwischen dem deutschen und französischen Universitätssystem, die ihm während des deutsch-französischen Studiengangs Rechtswissenschaften bewusst geworden seien: „In Frankreich ist die Uni stärker verschult, es gibt einen festen Stundenplan und Anwesenheitspflicht. In Deutschland lernen die Studenten selbstverantwortlicher und freier.“ Doch für Florian Schulz war es kein Problem, sich umzustellen und seine Lebens- und Studiengewohnheiten dem französischen Universitätsbetrieb anzupassen.
Schließlich wurde sein Interesse für die französische Sprache und Kultur bereits frühzeitig geweckt: „Meine Heimatstadt Dieburg pflegt eine Partnerschaft zum französischen Aubergenville. Ich war als Jugendlicher mehrfach dort, unter anderem im Rahmen eines Schüleraustauschs.“
Die dabei gewonnenen Erfahrungen erleichterten es ihm, die Herausforderungen in seinem ersten Auslandssemester in Nantes zu bewältigen und sich „neuen Denkweisen“ zu öffnen. „Die dabei gewonnenen Erkenntnisse helfen mir heute beim Studium des deutschen und insbesondere europäischen Rechts“, sagt Florian Schulz, der 2012 sein erstes Examen machen wird. „Vor dem Hintergrund verschiedener Länderinteressen gelingt es mir nun, die europäische Gesetzesfindung, Gesetzgebung und Gesetzesauslegung besser zu verstehen.“
Auch die berufspraktischen Erfahrungen, die er während seiner Praktika im Verwaltungsgericht Dijon sowie zwei Anwaltskanzleien in Dijon und Nantes sammeln konnte, kommen dem 25-Jährigen zugute.

Nicht nur die Studenten, auch Europa profitiere von den binationalen Studiengängen der DFH, ist Florian Schulz überzeugt: „Auf diese Weise lernt sich die junge Generation verschiedener europäischer Länder kennen und kann das nachholen, was frühere Generationen versäumt haben.“

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