Mareike Besecke

Hat der ‚Kampf um Talente’ Sozialunternehmen erreicht?
Eine explorative Studie zur Rekrutierung und Mitarbeiterbindung in Sozialunternehmen

 

Aktuell genießt das Phänomen des Social Entrepreneurships, was sich durch die Lösung gesellschaftlicher Probleme mit unternehmerischen Mitteln auszeichnet, hohe Bekanntheit. Pioniere wie Muhammad Yunus werden nicht nur hoch gepriesen, sondern schließen auch Kooperationen, sogenannte hybride Wertschöpfungsketten, mit Unternehmen der Privatwirtschaft. Indessen beschreibt der „Kampf um Talente“ seit den 1990iger Jahren die Herausforderung von Organisationen, Talente zu rekrutieren. Auch Sozialunter-nehmen benötigen talentierte Mitarbeiter, um Wirkung zu erzielen und ihre Ideen zu skalieren. Dennoch gibt es nur wenig Forschung zur Rekrutierung und Mitarbeiterbindung in Sozialunternehmen. Durch die Ergebnisse explorativer, teilstrukturierter Interviews zeigt die Master Thesis aktuelle Tätigkeiten und Trends in der Rekrutierung und Mitarbeiterbindung von Sozialunternehmen in Deutschland. Die Studie zeigt, dass sich die Herausforderungen in der Rekrutierung bei Sozialunternehmen sehr unterscheiden und dass eine Vielzahl an Rekrutierungskanälen bespielt wird sowie viele Initiativen unternommen werden, um Mitarbeiter an die Organisation zu binden. Dennoch gibt es derzeit wenig Professionalisierung im Personalbereich. Auch wenn soziale Medien als neue effektive Wege zu Rekrutierung gepriesen werden, nutzen Sozialunternehmen diese kaum.

Mareike Besecke
, Jahrgang 1987, erlangte an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen einen Bachelor in Corporate Management and Economics sowie einen Zusatzabschluss in Communication and Cultural Management. Anschließend erwarb sie an der ESCP Europe Business School Berlin, London und Paris einen trinationalen Masterabschluss in Management (MIM). Heute arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Entrepreneurial Finance und promoviert über die Finanzierung von Familienunternehmen in München.